Zwischen Software und Spacesharing

Vorhang auf für die Gewinner der ersten DGNB Sustainability Challenge. Ziel dieser ist es, Projekte zu zeigen, die in der Praxis umgesetzt die Nachhaltigkeit unserer gebauten Umwelt effektiv erhöhen. Zudem sollen diese einen direkten gesellschaftlichen Mehrwert oder Nutzen für Hersteller, Planer, Ausführende und andere bringen. Die beiden Gewinnerprojekte vereinen all das und zeigen gleichzeitig die Bandbreite von nachhaltigem Bauen.

„Wir wollen Nachhaltigkeit anwendbar machen“, beschreibt Philipp Hollberg sein Projekt, mit dem er an der ersten DGNB Sustainability Challenge teilgenommen hat. Hollberg ist Geschäftsführer des Startups CAALA. Das Akronym steht für Computer Aided Architectural Life-cycle Assessment und rechnet den Energiebedarf von Gebäuden in der frühen Planungsphase in Echtzeit aus. Mehr noch: Das Tool soll auch in der Lehre zum Einsatz kommen und so Architekturstudenten frühzeitig an das Thema nachhaltiges Bauen führen.

Seit zwei Jahren wird im Herzen Stuttgarts ein ganz besonders Experiment durchgeführt, das sich dem Umgang mit dem leerstehenden Gebäudebestand widmet: das Forschungsvorhaben Reallabor Spacesharing. Ziel ist es, eine effizientere Nutzung von innerstädtischen Flächen durch Mehrfachnutzung zu erreichen. Projektleiter ist Prof. Matthias Rudolph von der Fachgruppe Architektur der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Er und sein Team streben nach Ablauf des Realexperiments Ende 2017 eine Verstetigung des Projekts an. So sollen auf Basis der Projektevaluation eine Handlungsempfehlung und ein Leitfaden entstehen, die aufzeigen, wie das Experiment in bestehende Immobilien verankert werden kann. Das Forschungsvorhaben wird aktuell vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanziert. Für die Fortführung sucht das Projekt noch geeignete Partner.

Henny Radicke

Geschrieben von:

Henny Radicke arbeitet als Redakteurin bei der DGNB im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und ist u.a. für Social Media verantwortlich. Zielgruppenorientiertes Arbeiten, ein Gespür für Themen und Inhalte zu entwickeln und Kommunikation mit all ihren Facetten zu erleben, zu nutzen und zu bedienen sind Aufgaben, die sie seit ihrem Volontariat beim Regionalfernsehen in Stuttgart sowie als Referentin in der Stabsstelle Kommunikation der Baden-Württemberg Stiftung begleiten.

 Diesen Artikel drucken

Kommentieren Sie den Beitrag.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Notwendige Felder sind mit * markiert.