Autor: Dr. Christine Lemaitre

Frohe Weihnachten

Die DGNB wünscht frohe Weihnachten und einen guten Start in 2021!

Ein turbulentes, herausforderndes Jahr liegt hinter uns – für jeden einzelnen, aber auch für die DGNB als Netzwerk und unser Ziel, Nachhaltig zum neuen Normal zu machen. Gleichzeitig haben die letzten Monate deutlich gemacht, wie wichtig unser Thema ist. Mit all den ungewollten Einblicken in private Wohnungen, die sich nicht als Home Office eignen, wird uns tagtäglich klar, wie wertvoll eine lebenswerte gebaute Umwelt ist. Wir brauchen Räume, in denen wir uns wohlfühlen, gesund und produktiv sein können. Wir benötigen Umgebungen, in denen soziale Interaktionen möglich sind und in denen wir uns gerne aufhalten. Zum Glück sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit durch Corona nicht gänzlich aus dem Blickfeld gerutscht. Vielmehr spüren wir, dass es manche Dinge beschleunigt und viele Unternehmen die Themen, für die wir uns seit 13 Jahren einsetzen, neu für sich entdecken. Ein Indiz ist das starke Mitgliederwachstum, das wir 2020 verzeichnen konnten. Noch nie haben sich so viele Organisationen bei der DGNB engagiert! An alle Neumitglieder unter Ihnen: Schön, dass Sie mit dabei sind! Denn gemeinsam können wir mehr erreichen. An alle anderen: …

Die Lücke schließen: das DGNB Zertifikat für Rückbau

Über Circular Economy oder Cradle to Cradle wird viel gesprochen, wenn es um das Planen von Gebäuden oder das Entwickeln von Produkten geht. Die Frage, wie die Logistik und die Prozesse am Nutzungsende aussehen müssten, wird hier jedoch kaum diskutiert. Doch wenn wir den Rückbau nicht nachhaltig gestalten und an dieser Stelle keine Stoffkreisläufe schließen, bleiben viele Probleme ungelöst. Das möchte die DGNB ändern!

Ursula von der Leyen // CC-BY-4.0: © European Union 2019 – Source: EP

Ein neues Europäisches Bauhaus? Wir sind dabei!

Mit dem Green Deal hat die EU-Kommission mit Ursula von der Leyen an der Spitze für reichlich Wirbel und – im Sinne von Klimaschutz und Nachhaltigkeit – Aufbruchsstimmung gesorgt. Dass der Baubereich auf diesem Weg zum „ersten klimaneutralen Kontinent“ eine zentrale Rolle einnimmt, ist richtig und wichtig. Endlich wurde es verstanden und nicht von Bedenkenträgern weglobbyiert.

Eine Broschüre rund um konsequenten Klimaschutz

#GemeinsamFürsKlima

Sprechen wir über Klimaschutz und über notwendige, wirkungsvolle Maßnahmen, sind wir schnell bei unseren Gebäuden. Die Art, wie wir Gebäude aktuell planen, bauen und nutzen, trägt in erheblichem Maße dazu bei, dass die CO2-Bilanz unseres Planeten derart schlecht ausfällt. Die gute Botschaft: Den notwendigen, klimapositiven Dreh können wir hinkriegen. Aber es geht nur, wenn wir dies systematisch, gemeinsam und so schnell wie möglich angehen. Wie dies konkret funktionieren kann, zeigt die DGNB mit einigen neu veröffentlichten Angeboten.

COP25: Ernüchterung und Stillstand statt Aufbruchstimmung und Aktion und Aktion

COP25: Ernüchterung und Stillstand statt Aufbruchstimmung und Aktion

Was machen wir denn eigentlich? Diese Frage habe ich mir nach meiner Teilnahme an der diesjährigen Weltklimakonferenz in Madrid immer wieder gestellt. Am vergangenen Wochenende ging die COP25 zu Ende – mal wieder ohne wirkliche Ergebnisse und Ambitionen. Nach drei Tagen selbst vor Ort war dies keine Überraschung mehr. Zeit, die Dinge klar anzusprechen und Finger in die Wunden zu legen – möglichst tief.

Building Sense Now: Introducing the initiative

Globalization has many positive aspects but when it comes to our build environment the aspects are not always so positive. With a one fits all mentality and the drive to sell the same products all over the world combined with the constant hunger for modernism and efficiency the globalized architecture often doesn’t correspond with its cultural or climate context.

Planung in frühen Phasen, oder: Warum die Projektvorbereitung ein Schlüssel zur Nachhaltigkeit ist

Ohne gründliche Vorbereitung geht es nicht. Das gilt besonders beim Bau. Für ein hochwertiges Gebäude sind die frühen Planungsphasen entscheidend. Die Relevanz der verschiedenen Planungsaspekte für das nachhaltige Bauen adressiert die DGNB unter anderem in den Kriterien „Qualität der Projektvorbereitung“, „Sicherung der Nachhaltigkeitsaspekte in Ausschreibung und Vergabe“ und „Verfahren zur städtebaulichen und gestalterischen Konzeption“.

Gebäude als Rohstofflager, oder: Wie sich beim Bau Ressourcen sparen lassen

Für den Bau von Gebäuden werden weltweit ein Drittel aller Ressourcen benötigt. Wo viel verbraucht wird, kann viel eingespart werden. Die Kriterien des DGNB Systems „Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit“, „Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen“, „Verantwortungsbewusste Ressourcengewinnung“ und „Flächeninanspruchnahme“ setzen hier an.

Flexibel und umnutzbar, oder: Wie sich Gebäude immer neuen Anforderungen anpassen können

Welche Anforderungen habe ich an ein Gebäude? Wer neu baut, weiß das in der Regel. Aber was ist in 10, 20 oder 30 Jahren? Da sieht die Sache häufig ganz anders aus. Deshalb gilt: Wer sich schon bei der Planung mit der späteren Umnutzung beschäftigt, kann zukünftig viel Zeit, Mühe und Geld sparen. Was da zu beachten ist, zeigt das DGNB Kriterium „Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit“.

Innenraumluftqualität, oder: Warum gute Luft ein Muss für gesunde Gebäude ist

Die Gesundheit und das Wohlbefinden von allen Menschen zu sichern, egal welchen Alters, ist eines der zentralen Ziele der Vereinten Nationen. Deshalb hat die UN dem Thema ein eigenes Sustainable Development Goal (SDG) gegeben. Übersetzt auf das nachhaltige Bauen betrifft das im Verständnis der DGNB unter anderem die Qualität der Luft in Innenräumen. Deshalb widmet sie diesem Thema schon immer ein eigenes Kriterium.

Der große Wurf, oder: Warum die Version 2018 des DGNB Systems so viel mehr ist als ein simples Update

Zertifizierung im Bauen? Da geht es doch um diese Plaketten in Platin oder Gold, die die Bauherren mit ihren Architekten stolz der Öffentlichkeit präsentieren, um zu zeigen: „Schaut her, wir sind nachhaltig!“ Richtig, das ist eine kleine Facette der Nachhaltigkeitszertifizierung. Dies sollte im Endeffekt aber nur der verdiente Lohn für einen langen, gemeinsam beschrittenen Weg, auf dem viele Entscheidungen zugunsten der Umwelt, im Sinne der Wirtschaftlichkeit des Projekts und für die Menschen in den Gebäuden und Quartieren getroffen wurden.

Das DGNB zertifizierte und von Cradle-to-Cradle inspirierte Green Solution House in Dänemark | Copyright: Green Solution House

Circular Economy als Motor für Nachhaltigkeit, Qualität und Innovation

Der bewusste Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen ist seit jeher eines der Kernthemen der DGNB. So hat die DGNB in ihrem Zertifizierungssystem von Anfang an die ganzheitliche Bilanzierung, die bewusste Auswahl von Bauprodukten hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und Herkunft, aber auch die Betrachtung der strukturierten und sortenreinen Rückbaubarkeit in Form von Kriterien formuliert und damit im Markt verankert.

Gebäude nachhaltig betreiben – mit System

Betriebsrelevant, optimierbar, beeinflussbar: Diese Attribute verbinden die 9 Kriterien des neuen DGNB Zertifizierungssystems für Gebäude im Betrieb. Das als Planungs- und Optimierungstool für ein effizientes Gebäudemanagement ausgelegte System hilft Betreibern, Bestandshaltern und Nutzern dabei, die reale Nachhaltigkeit in der Gebäudenutzung zur erhöhen. Belohnt wird, wer sich Ziele setzt und diese sukzessive verfolgt, wer Verbräuche systematisch erfasst und Maßnahmen anstößt, die zu deren Reduzierung beitragen. Umsetzbar ist das Ganze in nicht einmal drei Monaten, auch weil es passgenau für den deutschen Markt entwickelt wurde und auf Nachweispflichten verzichtet, die wenig zielführend sind.

DGNB Stellungnahme zum Klimaschutzplan 2050

In einem umfangreichen Dialogprozess wird seit vergangenem Jahr von der Bundesregierung der Klimaschutzplan 2050 entwickelt, in dem die nationalen Ziele und Empfehlungen zum Erreichen der nationalen Klimaschutzziele formuliert und damit auch verbindlich festgesetzt werden sollen. Zum letzten Hausentwurf, der hierzu veröffentlicht wurde, hat die DGNB  eine offizielle Stellungnahme eingereicht.

Studie belegt: Nachhaltiges Bauen wächst weiter rasant

Bis zum Jahr 2018 verdoppelt sich die Anzahl an nachhaltig gebauten Gebäuden weltweit. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „World Green Building Trends 2016“, die in dieser Woche von der Marktforschungsorganisation Dodge Data & Analytics veröffentlicht wurde. Über 1.000 Architekten, Ingenieure und Bauexperten aus 69 Ländern haben an der Studie teilgenommen, die eindrucksvoll unterstreicht, dass sich viel bewegt hat in Sachen Nachhaltigkeit im globalen Bau- und Immobilienmarkt.

Abfall vermeiden und verwerten: der baden-württembergische Weg

Dass der Bausektor der mit Abstand größte Produzent von Abfall ist, ist kein Geheimnis. Positiv formuliert heißt das, dass hier auch der größte Hebel liegt, um etwas zu erreichen in punkto Abfallvermeidung und -verwertung. Baden-Württemberg geht genau hierbei jetzt einen großen Schritt in die Offensive – mit der Gemeinsamen Erklärung zur Abfallvermeidung im Bausektor.