Autor: Dr. Christine Lemaitre

Flexibel und umnutzbar, oder: Wie sich Gebäude immer neuen Anforderungen anpassen können

Welche Anforderungen habe ich an ein Gebäude? Wer neu baut, weiß das in der Regel. Aber was ist in 10, 20 oder 30 Jahren? Da sieht die Sache häufig ganz anders aus. Deshalb gilt: Wer sich schon bei der Planung mit der späteren Umnutzung beschäftigt, kann zukünftig viel Zeit, Mühe und Geld sparen. Was da zu beachten ist, zeigt das DGNB Kriterium „Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit“.

Innenraumluftqualität, oder: Warum gute Luft ein Muss für gesunde Gebäude ist

Die Gesundheit und das Wohlbefinden von allen Menschen zu sichern, egal welchen Alters, ist eines der zentralen Ziele der Vereinten Nationen. Deshalb hat die UN dem Thema ein eigenes Sustainable Development Goal (SDG) gegeben. Übersetzt auf das nachhaltige Bauen betrifft das im Verständnis der DGNB unter anderem die Qualität der Luft in Innenräumen. Deshalb widmet sie diesem Thema schon immer ein eigenes Kriterium.

Der große Wurf, oder: Warum die Version 2018 des DGNB Systems so viel mehr ist als ein simples Update

Zertifizierung im Bauen? Da geht es doch um diese Plaketten in Platin oder Gold, die die Bauherren mit ihren Architekten stolz der Öffentlichkeit präsentieren, um zu zeigen: „Schaut her, wir sind nachhaltig!“ Richtig, das ist eine kleine Facette der Nachhaltigkeitszertifizierung. Dies sollte im Endeffekt aber nur der verdiente Lohn für einen langen, gemeinsam beschrittenen Weg, auf dem viele Entscheidungen zugunsten der Umwelt, im Sinne der Wirtschaftlichkeit des Projekts und für die Menschen in den Gebäuden und Quartieren getroffen wurden.

Das DGNB zertifizierte und von Cradle-to-Cradle inspirierte Green Solution House in Dänemark | Copyright: Green Solution House

Circular Economy als Motor für Nachhaltigkeit, Qualität und Innovation

Der bewusste Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen ist seit jeher eines der Kernthemen der DGNB. So hat die DGNB in ihrem Zertifizierungssystem von Anfang an die ganzheitliche Bilanzierung, die bewusste Auswahl von Bauprodukten hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und Herkunft, aber auch die Betrachtung der strukturierten und sortenreinen Rückbaubarkeit in Form von Kriterien formuliert und damit im Markt verankert.

Gebäude nachhaltig betreiben – mit System

Betriebsrelevant, optimierbar, beeinflussbar: Diese Attribute verbinden die 9 Kriterien des neuen DGNB Zertifizierungssystems für Gebäude im Betrieb. Das als Planungs- und Optimierungstool für ein effizientes Gebäudemanagement ausgelegte System hilft Betreibern, Bestandshaltern und Nutzern dabei, die reale Nachhaltigkeit in der Gebäudenutzung zur erhöhen. Belohnt wird, wer sich Ziele setzt und diese sukzessive verfolgt, wer Verbräuche systematisch erfasst und Maßnahmen anstößt, die zu deren Reduzierung beitragen. Umsetzbar ist das Ganze in nicht einmal drei Monaten, auch weil es passgenau für den deutschen Markt entwickelt wurde und auf Nachweispflichten verzichtet, die wenig zielführend sind.

DGNB Stellungnahme zum Klimaschutzplan 2050

In einem umfangreichen Dialogprozess wird seit vergangenem Jahr von der Bundesregierung der Klimaschutzplan 2050 entwickelt, in dem die nationalen Ziele und Empfehlungen zum Erreichen der nationalen Klimaschutzziele formuliert und damit auch verbindlich festgesetzt werden sollen. Zum letzten Hausentwurf, der hierzu veröffentlicht wurde, hat die DGNB  eine offizielle Stellungnahme eingereicht.

Studie belegt: Nachhaltiges Bauen wächst weiter rasant

Bis zum Jahr 2018 verdoppelt sich die Anzahl an nachhaltig gebauten Gebäuden weltweit. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „World Green Building Trends 2016“, die in dieser Woche von der Marktforschungsorganisation Dodge Data & Analytics veröffentlicht wurde. Über 1.000 Architekten, Ingenieure und Bauexperten aus 69 Ländern haben an der Studie teilgenommen, die eindrucksvoll unterstreicht, dass sich viel bewegt hat in Sachen Nachhaltigkeit im globalen Bau- und Immobilienmarkt.

Abfall vermeiden und verwerten: der baden-württembergische Weg

Dass der Bausektor der mit Abstand größte Produzent von Abfall ist, ist kein Geheimnis. Positiv formuliert heißt das, dass hier auch der größte Hebel liegt, um etwas zu erreichen in punkto Abfallvermeidung und -verwertung. Baden-Württemberg geht genau hierbei jetzt einen großen Schritt in die Offensive – mit der Gemeinsamen Erklärung zur Abfallvermeidung im Bausektor.