Autor: Christine Schröder

Evangelische Bank Kassel

Nachhaltig verbunden: Evangelische Bank in Kassel

Bauen im Bestand ist für Architekten eine ebenso reiz- wie anspruchsvolle Aufgabe. Neben den technischen Unwägbarkeiten gilt es, das Vorgefundene in Einklang mit dem eigenen Entwurfsansatz zu bringen. In Kassel hat das Büro Reichel Architekten PartGmbB die Bestandsgebäude der Evangelischen Bank nicht nur gestalterisch, sondern auch energetisch in die heutige Zeit transportiert. Gerade beim Thema Nachhaltigkeit spielt der Gebäudebestand eine wichtige Rolle. Ganz abgesehen von der Identitätsbildung eines Ortes, zu der historische Bauten der Gründerzeit ebenso beitragen wie die Bauten der Nachkriegsmoderne, birgt der Bestandserhalt ein enormes Einsparpotential an nicht sichtbaren, sogenannten grauen Energien. Es gilt also, das Vorhandene verantwortungsvoll zu sanieren und bei Bedarf einer neuen Nutzung zuzuführen. Wie das gelingen kann, zeigt die Neuordnung der Evangelischen Bank am Rande der Kasseler Innenstadt. Hier haben Architekt Prof. Alexander Reichel und sein Team zwei in die Jahre gekommene Immobilien zu einer Einheit zusammengefasst und in den innerstädtischen Kontext eingebunden. Bauherr, Architekt und Fachplaner auf einer Wellenlänge 2016 waren Reichel Architekten als Gewinner aus dem Wettbewerb hervorgegangen. Nun galt es, die beiden Bürogebäude umfassend zu sanieren: …

Europa

Nachhaltiges Bauen in Europa – ein Vergleich

Nachhaltiges Bauen erlebt in Deutschland einen echten Boom. Doch wie sieht es bei unseren Nachbarn aus? Wie entwickelt sich das nachhaltige Bauen in anderen Ländern Europas und wo stehen wir im Vergleich? Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB, nahm den DGNB Jahreskongress 2022 zum Anlass, sich mit Green Building Council Kolleginnen und Kollegen aus dem europäischen Ausland auszutauschen.

Materialwahl

Die Suche nach dem passenden Material – ein Dialog mit Herstellern

Materialien spielen bei jedem Gebäude gestalterisch wie funktional eine tragende Rolle. Ihnen gilt bei jedem Projekt ein besonderes Augenmerk. Im Zuge des nachhaltigen Bauens müssen darüber hinaus ganz unterschiedliche Nachhaltigkeitsaspekte beachtet werden. Das erschwert den Entscheidungsprozess zusehends. Johannes Kreißig, Geschäftsführender Vorstand DGNB, hat im Rahmen des DGNB Jahreskongress 2022 zusammen mit Planern und Herstellern nach Lösungen gesucht.

Feuerwehr Caldern

Das erste seiner Art: Feuerwehrhaus Caldern erreicht DGNB Gold

Die Freiwillige Feuerwehr übernimmt hierzulande eine tragende Rolle bei der Bekämpfung von Feuer, Hochwasser und sonstigen Katastrophen. Im hessischen Caldern wurde unlängst eine neue Wirkungsstätte für diese besondere Gemeinschaft errichtet. Bei eingehendem Notruf rücken die Feuerwehrfrauen und -männer nun aus einem nachhaltig errichteten Gebäude mit DGNB Zertifikat in Gold aus. Wohlgemerkt durchlief das Projekt als erste Feuerwehr in der Geschichte der DGNB den Zertifizierungsprozess.

Axel-Springer-Neubau

DGNB Diamant: Der Axel-Springer-Neubau in Berlin

Die Corona-Pandemie wirbelt seit 2019 altbekannte Bürostrukturen durcheinander und fordert flexible Formen des Arbeitens. Bei Axel Springer hat ein solches Umdenken bereits vor der Pandemie begonnen: 2013 wurde ein Architekturwettbewerb für ein neues Gebäude mit maximal flexiblen Strukturen ausgelobt. Seit 2020 kann der Axel-Springer-Neubau von mehr als 3.000 Mitarbeitern genutzt werden. Die DGNB Zertifizierung in Gold bescheinigt den hohen Anspruch an einen nachhaltigen Neubau, die DGNB Auszeichnung Diamant unterstreicht die architektonische Qualität.

Denkmalgerechte Sanierung: Büro- und Geschäftshaus Gloria Berlin

Gebäude prägen unsere Umwelt und wahren die Erinnerung an längst vergangene Zeiten. Auch zum Erreichen der Klimaziele gilt es, den Bestand zu erhalten. In Berlin ist das jüngst geschehen: Mit der Revitalisierung eines über 130 Jahre alten Wohnhauses in prominenter Lage wurde bewiesen, dass eine Sanierung im Sinne von Denkmalschutz und Nachhaltigkeit gut funktioniert. Am Berliner Kurfürstendamm reiht sich eine bunte Mischung an altehrwürdigen Gründerzeitbauten, Gebäuden der Nachkriegsmoderne und der Gegenwart aneinander. Unweit der berühmten Gedächtniskirche haben die Architekten vom ortsansässigen Büro Petra und Paul Kahlfeldt Architekten mit der Sanierung des 1889 erbauten Wohn- und Geschäftshauses Nummer 15 ein Stück Baugeschichte auf dem berühmten Boulevard, kurz Kudamm genannt, erhalten. Das so genannte Mampe-Haus bildet heute zusammen mit zwei Neubauten das Gebäude-Ensemble „Gloria Berlin“. Auf insgesamt 19.800 Quadratmetern stehen hier Einzelhandel und Büroflächen zur Verfügung. Weichen mussten dafür ein Wohn- und Geschäftshaus sowie das namensgebende Kino „Gloria Palast“. Seit den 1930er Jahren wurden in dem geschichtsträchtigen Lichtspielhaus bedeutende Filme uraufgeführt. Für die beiden Neubauten zeichnen die Berliner Architekten von Ortner & Ortner Baukunst verantwortlich. Mit einer …

Von der Theorie zur Praxis: Das Experiment Wissens-Hackathon

Mit der neuen Hackathon-Reihe sucht die gemeinnützige Wissensstiftung nach konkreten Lösungen und das in kürzester Zeit: Ende Juli ging das Experiment offiziell in die erste Runde. Unterstützt von der DGNB und der Bundesarchitektenkammer, stand der Tag ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit und Architektur. Für die geladene Expertenrunde galt es, an nur einem Tag Antworten zu relevanten Themen rund um das nachhaltige Bauen zu liefern. So sollen einmal mehr alle am Bau Beteiligten in die Lage versetzt werden, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit zu handeln. Das erklärte Ziel des Tages war die Erarbeitung neuer Inhalte für die Wissensstiftung. Auf der Website www.norocketscience.earth vermittelt diese seit Beginn des Jahres Wissen für Weltenretter. Konkret geht es darum, die oftmals komplexen Themen des nachhaltigen Bauens kompakt und leicht verständlich weiterzugeben. Fachleute stiften dafür tiefgreifendes Wissen auf ihrem Spezialgebiet. Die Wissensstiftung will einen leichten Einstieg in das vielschichtige Thema bieten. Die Reihe Wissens-Hackathon verANTWORTung soll nun neue Wissensbausteine hervorbringen. Der Wissens-Hackathon Architektur als Pilotversuch Mit Prof. Thomas Auer (TU München & Transsolar), Stefan Behnisch (Behnisch Architekten), Prof. Alexander Rudolphi (Rudolphi …

Eine Deklaration Nachhaltigkeit für die Innenarchitektur

Die Initiative Phase Nachhaltigkeit erhält mit der Deklaration Nachhaltigkeit Innenarchitektur einen neuen Baustein. Dieser erweitert das Angebot der 2019 von der DGNB und der Bundesarchitektenkammer ins Leben gerufenen Initiative für mehr Nachhaltigkeit in der Planungspraxis. Die Deklaration Nachhaltigkeit Architektur bildet dabei bereits ein wichtiges Werkzeug um die verschiedenen Aspekte, die es beim nachhaltigen Hochbau zu beachten gibt, frühzeitig mit dem Bauherrn zu fixieren. Ab sofort gibt es das auch für die Innenarchitektur.

Als Gegenentwurf zur anhaltenden Technisierung entwickelten Liebel / Architekten und Transsolar eine klimapositiv betriebene Schulerweiterung.

Weniger ist mehr: Fachklassentrakt Schubart-Gymnasium Aalen

Im neuen Fachklassentrakt für Biologie und Chemie am Schubart-Gymnasium in Aalen sind Schüler und Lehrer den Naturwissenschaften auch baulich ganz nah: Mit einem wegweisenden Konzept nutzen Liebel / Architekten und Transsolar KlimaEngineering die Umweltenergien Licht, Thermik und Erdwärme effektiv aus. Für diesen attraktiven Ort des Lernens gab es von der DGNB die Auszeichnung Klimapositiv und ganz aktuell auch den Green Solutions Award Deutschland 2021.