Alle Artikel in: Circular Economy

Die Lücke schließen: das DGNB Zertifikat für Rückbau

Über Circular Economy oder Cradle to Cradle wird viel gesprochen, wenn es um das Planen von Gebäuden oder das Entwickeln von Produkten geht. Die Frage, wie die Logistik und die Prozesse am Nutzungsende aussehen müssten, wird hier jedoch kaum diskutiert. Doch wenn wir den Rückbau nicht nachhaltig gestalten und an dieser Stelle keine Stoffkreisläufe schließen, bleiben viele Probleme ungelöst. Das möchte die DGNB ändern!

Museum Brandhorst

Keine Kratzer im Keramik − Vom nachhaltigen Umgang mit Oberflächen

Circular Economy heißt Ressourcen wertschätzen, um die Verfügbarkeit und Qualität für kommende Generationen sicherzustellen und um Müll zu vermeiden. Ein Teilaspekt der Kreislaufwirtschaft ist eine möglichst lange Nutzungsdauer von Bauprodukten. Neben einer hohen Qualität spielen hier die Reparaturfreundlichkeit und der richtige Umgang mit den Oberflächen eine wichtige Rolle. Kaputte Türen, Kratzer in den Wänden, Flecken auf dem Boden der Hotellobby – das sind alltägliche Missgeschicke, die wir alle kennen. Oft tauschen wir Oberflächen trotz intakter Funktion aus optischen Gründen aus, anstatt zu reparieren. Im Einzelfall kaum erwähnenswert, in Summe umso mehr. Die Gründe: Die Instandsetzung wird als minderwertig empfunden oder der Austausch gestaltet sich als einfacher in der Handhabung. Dabei spart eine Reparatur nicht nur Ressourcen und Müll, sondern auch Kosten. Prävention vor Reparatur Klar ist: Verfechter des nachhaltigen Bauens bevorzugen die Instandsetzung vor dem Austausch. Noch besser ist es dennoch, wenn es gar nicht erst zur Reparatur kommen muss. Wenn wir Oberflächen so wählen und pflegen, dass eine gesunde, lange Lebensdauer erreicht wird. Unser DGNB Mitglied Artus kennt sich mit der Beschaffenheit von Oberflächen …