DGNB Sustainability Challenge
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Innovatoren der Bau- und Immobilienbranche im digitalen Wettbewerb

DGNB Sustainability Challenge 2020

9 Finalisten, 3 Kategorien, 1 digitales Event: Am 29. Juni 2020 präsentieren die Finalisten der DGNB Sustainability Challenge 2020 in den drei Kategorien „Start-up“, „Innovation“ und „Forschung“ ihre Ideen und Ansätze für mehr Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienbranche. Bereits ein erster Blick auf die Finalisten zeigt, wie vielfältig Innovation hier aussehen kann. Wer am Ende gewinnt, entscheiden die Zuschauer.

Um 14 Uhr geht es los. Die Finalisten der Kategorie Start-up machen den Anfang. Um 15 Uhr geht es weiter mit den Innovations-Finalisten und um 16 Uhr stellen sich die drei besten Bewerber der Kategorie Forschung vor. Nur wenige Minuten haben die Präsentierenden Zeit, um die Teilnehmer des Digitalevents von ihrem Projekt zu überzeugen. Anschließend können Zuschauer die Chance nutzen, den Finalisten ihre Fragen zu stellen. Eine kurze Gesprächsrunde mit den Mitgliedern des DGNB Innovationsbeirats rundet den Pitch ab.

Finalisten „Start-up“: saubere Luft dank KI, Wärme für ganze Siedlungen und Häuser aus Reis

Die Finalisten der Kategorie "Start-up"

Gesucht: Start-ups, die mit ihrem innovativen Geschäftsmodell die Ideen der Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft vorantreiben.

Wie bereits im vergangenen Jahr war auch dieses Mal die Konkurrenz zahlreich. Insgesamt sind mehr als 80 Bewerbungen eingegangen. Qualifizieren konnten sich bei den Start-ups Breeze Technologies, die Energie PLUS Concept GmbH und Ricehouse srl.

Das Ziel des Hamburger Unternehmens Breeze Technologies ist es, auf Basis hochauflösender Luftqualitäts- und Klimadaten sowie durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz, datengetriebene Entscheidungen zur Reduzierung der Luftverschmutzung zu finden, durchzuführen und zu überwachen. Konzepte für die Wärmeversorgung ganzer Siedlungen und Quartiere aus erneuerbaren Energien entwickelt die Energie PLUS Concept GmbH. Und bei dem Start-up RiceHouse aus der Region Piemont ist der Name Programm: Das Unternehmen verwendet organische Rückstände aus der Reisproduktion und entwickelt hieraus 100 Prozent natürliche Baumaterialien, die am Ende ihres Lebens in die Natur zurückkehren.

Finalisten „Innovation“: Raumklima, Entwässerung und Bodenbelag neu gedacht

Die Finalisten der Kategorie "Innovation"

Gesucht: Unternehmen mit einer Produkt- oder Serviceinnovation, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz oder zur Circular Economy leistet.

Ebenso vielfältig wie die Geschäftsmodelle der Start-ups sind die eingereichten Innovationen. Hier haben sich Interpanel, die Kessel AG sowie MINERO Flooring durchgesetzt.

Interpanel bietet mit ihrer Klimaleuchte – eine modulare, akustisch wirksame licht-, heiz- und taupunktunabhängige Kühldecke – eine Lösung für alle raumklimatischen Bedürfnisse. Eine überwiegend stromlose Lösung zur Entwässerung von Gebäuden hat die Kessel AG mit ihrer Ecolift Hybrid-Hebeanlage entwickelt. Und einen ökologischen, mineralischen Bodenbelag verspricht die Innovation Minero One von MINERO Flooring.

Finalisten „Forschung“: von robotischer Fabrikation, über nachhaltige Gebäudekonzepte bis zur akustischen Reflexion von Fassaden

Die Finalisten der Kategorie "Forschung"

Gesucht: Wissenschaftler mit laufenden oder abgeschlossenen Forschungsprojekten, die mit ihren Ergebnissen einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit leisten.

Ins Finale in der Kategorie „Forschung“ haben es schließlich ein Projekt des Instituts für Tragwerksentwurf (ITE) der Technischen Universität Braunschweig, das von der EU geförderte Projekt RE4 sowie ein Forschungsvorhaben der Frankfurt University of Applied Sciences in Kooperation mit dem Umweltamt der Stadt Frankfurt geschafft.

Im Fokus des Braunschweiger Projektes steht die robotische Fabrikation von Bauteilen aus Stampflehm. Ziel ist es, den Herstellungsprozess zu automatisieren und zu verkleinern, um einen wirtschaftlichen und praxistauglichen Prozess für die dezentrale Herstellung von Stampflehm zu generieren. Im Rahmen des internationalen Projektes RE4 von ZRS Architekten und weiteren 12 Partnern innerhalb der EU wurde ein detailliertes Design für ein vollständig vorgefertigtes, zirkuläres, energieeffizientes, 7-geschossiges Wohngebäude entwickelt. Wie Fassaden auf Lärm reagieren ist schließlich die zentrale Frage des Forschungsvorhabens aus Frankfurt.

Ebenfalls in der Kategorie Forschung, jedoch außerhalb des digitalen Wettbewerbs, stellt sich zum Schluss zudem der bereits feststehende Gewinner des diesjährigen Sonderpreises für Studenten vor.

Pitch verfolgen und online für die Favoriten voten

Wer sich in den einzelnen Kategorien als Sieger durchsetzen wird, liegt in der Hand der Gäste der digitalen Veranstaltung. Direkt im Anschluss an die Präsentationen können Sie auf unserer Votingseite zur DGNB Sustainability Challenge bis Mitte September für Ihre Favoriten abstimmen. Alle, die nicht bei den Vorträgen dabei sein können oder die Projekte der Finalisten einfach noch einmal in aller Kürze präsentiert sehen wollen, finden hier zudem Kurzclips zu den neun Finalisten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Die Möglichkeit zu Anmeldung finden Sie hier. Die Gewinner werden im Rahmen der World Green Building Week am 21. September bekannt gegeben.

Hier finden Sie noch einmal alle Finalisten auf einen Blick.

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