DGNB, DGNB System Version 2018, Nachhaltiges Bauen
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DGNB schafft Orientierung im Fördermitteldschungel für nachhaltige Bauvorhaben

Fördermöglichkeiten für Bauprojekte gibt es viele. Doch welche sind speziell für nachhaltige Bauvorhaben gedacht? Viele Bauherren schrecken das Überangebot und der mögliche Aufwand hinter dem Beantragen von Fördermitteln ab, wie eine für die DGNB erstellte Umfrage ergeben hat. Was für Angebote tatsächlich existieren und welche dabei noch die Anforderungen des DGNB Systems unterstützen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Der Gebäudesektor stellt beim Erreichen der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele, den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, einen wesentlichen Hebel dar. Viele verschiedene Fördermöglichkeiten sollen Anreize schaffen, diese zu erreichen und vor allem auch zu einem nachhaltigen Bauvorhaben motivieren. Als das führende Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen in Deutschland, hat die DGNB in der aktuellen Version des DGNB Systems einen Abgleich aller Kriterien gemacht und ermittelt, welchen Beitrag diese zu den Sustainable Development Goals und zu den Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie leisten.

Das passende Förderangebot finden: DGNB gibt Überblick

Im Rahmen einer von der DGNB betreuten Masterarbeit sind Bauherren, Architekten, Planer, Projektentwickler und Auditoren befragt worden, welche Fördermittel sie kennen, genutzt haben, aktuell nutzen und welche Herausforderungen sich ihnen beim Beantragen dieser gestellt haben.

Trotz der vielen Herausforderungen fällt auf, dass jeder der Befragten einen Bedarf an Fördermitteln sieht. Deshalb möchte die DGNB Bauherren dabei unterstützen, Fördermöglichkeiten zu finden, die ihnen die Umsetzung ihres nachhaltigen Bauvorhabens erleichtern.

Hierfür hat die DGNB Förderprogramme zusammengestellt, die Aspekte des nachhaltigen Bauens berücksichtigen, und einen möglichen Bezug des Fördergegenstands zu den einzelnen Kriterien des DGNB Systems aufgezeigt. Zu diesem Zweck wurden elf der 37 DGNB Kriterien herangezogen, die einen wesentlichen Beitrag zu insgesamt 16 Indikatoren der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie aufweisen können.

Die passenden Mittel finden

Unter https://www.dgnb-system.de/de/zertifizierung/foerdermittel/ finden Sie künftig eine Übersicht über entsprechende Fördermöglichkeiten. Die Auswahl umfasst derzeit Programme auf Bundesebene sowie der Bundesländer Baden-Württemberg und Hessen und soll langfristig um weitere Bundesländer erweitert werden.

Als Filtermöglichkeiten stehen neben dem Fördergebiet und den DGNB Kriterien die Auswahl der Gebäudeart (Neubau oder Bestandsgebäude), der Gebäudenutzung (Wohn- oder Nichtwohngebäude) sowie des Fördernehmers zur Verfügung. Über einen Link gelangen Sie dann direkt zur Seite des Fördergebers, wo alle relevanten und aktuellen Informationen über das entsprechende Förderprogramm abgerufen werden können.

Die Übersicht der DGNB erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich Möglichkeiten zur Förderung von im Rahmen der Zertifizierung angestrebten Vorhaben des nachhaltigen Bauens aufzeigen. Mit diesem Angebot möchte die DGNB dazu beitragen, dass Fördermittel gezielt für die Umsetzung von nachhaltigen Gebäuden und Quartieren genutzt werden und somit das nachhaltige Bauen weiter vorantreiben.

 

Kategorie: DGNB, DGNB System Version 2018, Nachhaltiges Bauen

von

Christine Ruiz Durán

Christine Ruiz Durán ist bei der DGNB im Bereich Forschung und Entwicklung tätig, wo sie für die Gremienarbeit zuständig ist und aktuelle (Forschungs-)Projekte betreut. Sie ist Ansprechpartnerin für das Thema Circular Economy. Als Project Consultant im Bereich Strategieentwicklung und Projektmanagement konnte sie zuvor Erfahrungen im Automobilsektor und im Bereich der Elektromobilität sammeln. Sie studierte Architektur an der msa – Münster School of Architecture und absolvierte im Anschluss den Studiengang "Kultur und Wirtschaft" an der Universität Mannheim mit den Schwerpunkten Romanistik/Spanisch und Betriebswirtschaftslehre. Das Thema Nachhaltigkeit begleitet sie seit vielen Jahren, etwa in ihren Abschlussarbeiten zu den Themen der Gebäudezertifizierung und der Nachhaltigkeitskommunikation im Energiesektor.

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