Nachhaltiges Bauen, Weltweit
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Green Solutions Awards: weltweite Vorbilder des nachhaltigen Bauens

Green Solution Awards

192 Projekte, 37 Länder, 3 Kategorien: Im Rahmen der Green Solutions Awards wurden in Frankreich erneut internationale Leuchtturmprojekte des nachhaltigen Bauens prämiert. Der Wettbewerb – unterstützt von der DGNB – hat das Ziel, weitgehend reproduzierbare nachhaltige Lösungen im Bau- und Stadtsektor zu verbreiten. Im Beitrag stellen wir Ihnen die Sieger der Hauptkategorien vor.

Gebäude, Quartiere und Nachhaltige Stadtentwicklung: In diesen drei Hauptkategorien wurden insgesamt vier Hauptpreise verliehen. In den Unterkategorien „Energie und gemäßigtes Klima“, „Energie und heiße Klimazonen“, „Emissionsarme Gebäude“ und „Gesundheit und Komfort“ konnten sich fünf Projekte über einen Preis freuen. Weitere 13 Projekte erhielten zudem eine lobende Erwähnung.


Die Preisverleihung am 4. November 2019 in Paris brachte Pioniere des nachhaltigen Bauens aus der ganzen Welt zusammen.

Projekte, die nachhaltig inspirieren

Autonomes Wohnkonzept für heiße Klimazonen

Den Hauptpreis „Nachhaltiges Bauen“ für neue Gebäude, die in allen Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung als herausragend angesehen werden, erhielt das Projekt Autonomous House B in Marokko – ein autonomes, halb unterirdisches Haus, das an die besonderen Umweltbedingungen in einem warmen Klima angepasst ist.

Greenpeace Headquarter mit Passivhaus-Status

In der Kategorie „Nachhaltige Sanierung“ ging der Hauptpreis an den spanischen Hauptsitz von Greenpeace in Madrid. Da das Gebäude den Werten der NGO entsprechen musste, wurde bei der Sanierung viel Wert auf die verwendeten Materialien, die Energieeffizienz, aber auch auf den Komfort der Mitarbeiter gelegt. Der entstandene CO2-Fußabdruck wurde durch ein Wiederaufforstungsprojekt kompensiert.

Eine neue Art der Stadtplanung aus Frankreich

Auf Quartiersebene setze sich ein Projekt aus Frankreich durch: Lyon-Confluence. Auf einem etwa 150 Hektar großen Gebiet entstehen hier zusätzlich zum bestehenden Viertel etwa eine Million m2, ohne die Treibhausgasemissionen zu erhöhen. Der gesamte Stadtteil ist ein reales Labor für urbane Innovation. Hier wurden eine Vielzahl an Lösungen entwickelt – mit Blick auf Mobilität, digitale Technologien Gesundheit und auch das Wohlbefinden der Bewohner.

Wärme aus alten Mienen

Der Hauptpreis in der Kategorie „Nachhaltige Stadtentwicklung“ ging an das Projekt Mijnwater Heerlen in den Niederlanden. In der Gemeinde Heerlen wurde ein Fernwärmenetz entwickelt, welches geothermische Energie aus in alten Minen angesammeltem Wasser zur Heizung und Kühlung von Gebäuden nutzt. Der größte Vorteil: Die eingesetzte Technologie kann auf alle Arten von Wärmeenergiequellen angepasst werden.

Auch ein deutsches Projekt hat es unter die internationalen Preisträger geschafft. Das NEWTONPROJECT House 1 in Berlin konnte sich im Bereich „Nachhaltiges Bauen“ in der Unterkategorie „Energie und gemäßigtes Klima“ durchsetzen.

Eine Übersicht aller Gewinner gibt es hier.

Construction21: ein Portal für Experten des nachhaltigen Bauens

Hinter dem Award steht das Experten-Portal Construction 21. Die DGNB ist Gründungsmitglied und betreut die deutsche Präsenz. Das Netzwerk richtet sich an alle, die sich rund um das Thema nachhaltiges Bauen informieren oder selbst Wissen veröffentlichen und teilen möchten. Vor allem bietet es aber eine Bühne für eine Vielzahl an erfolgreich durchgeführten Projekten mit Case-Study-Charakter. Auch die Gewinnerprojekte reihen sich hier ein.

Haben Sie auch einen neuen Lösungsweg, einen inspirierenden Beitrag oder eine spannende Veranstaltung zum Thema? Dann teilen Sie Ihr Wissen mit der deutschen oder internationalen Community. Die Registrierung ist kostenlos. Denken Sie, dass Ihr Projekt Vorbildcharakter hat? Dann stellen Sie es vor und informieren sich zum Wettbewerb – im kommenden Herbst geht‘s in die nächste Runde.

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