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Spenden macht reich: Die DGNB engagiert sich!

Wer sich für Nachhaltigkeit und Verantwortung einsetzt, sollte auch abseits des Tagesgeschäfts entsprechende Werte leben. Deshalb beteiligt sich die DGNB regelmäßig an Charity- oder Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekten auf der ganzen Welt. Wenn man eine Spendenaktion auch noch dazu benutzen kann, die eigenen Mitarbeiter zum Sport zu motivieren: umso besser!

Das Sportzentrum Leinfelden ist ein gepflegtes, mittelgroßes Stadion mit angrenzender Halle, einer 400 m-Laufbahn und einer kleinen Tribüne. Hier spielt der SG Leinfelden-Echterdingen und der örtliche Turnverein bietet Handball, Leichtathletik und Kampfsport an. Jedes Jahr im Sommer ist das Stadion zudem Austragungsort eines besonderen Events: des Hand in Hand Spendenlaufs. Unternehmen aus der gesamten Region lassen ihre Mitarbeiter hier bei einer Art „Run as you wish“-Rennen mit selbst gewählter Geschwindigkeit starten, die absolvierten Runden werden per Chip getrackt, insgesamt haben die Läufer zwölf Stunden Zeit. Anschließend spendet die Firma einen Festbetrag für jede absolvierte Runde, der Erlös fließt in ein Kinderhospiz. Mütter, die ihren Kinderwagen vor sich her schieben, treten ebenso an, wie Menschen mit Gehhilfen, erfahrene Profis, die nach ca. 100 Runden am Stück praktisch einen Marathon absolviert haben, ebenso wie strategisch arbeitende Läufer, die, inklusive Pausen, 221 Runden schaffen und damit zwischen 8 und 20 Uhr eine Strecke von fast 90 km bewältigen.

Gute Laune beim Laufen: Die DGNB Mitarbeiter haben Spaß beim Laufen … die meisten jedenfalls …

Über 20 Läufer treten dieses Jahr für die DGNB an, denn das Motto „Wir gehen Hand in Hand – geht mit!“ passt zur Firmenphilosophie. In der Summe absolvieren die Teilnehmer im DGNB-Trikot 430 Runden für das Kinderhospiz.

Gute Laune beim Laufen: Die DGNB Mitarbeiter haben Spaß beim Laufen … die meisten jedenfalls …

Von daheim nach Afrika

Doch freilich haben die Mitarbeiter nicht bei allen Charity-Aktionen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen die Möglichkeit, vor Ort zu sein. Ein weiteres von der DGNB unterstütztes Projekt liegt im afrikanischen Sambia und widmet sich dem Thema nachhaltige Energieversorgung u.a. von Gebäuden. Laut der Studie „Die Zukunft der Energieversorgung in Afrika“ des Potsdam Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) ist die am häufigsten genutzte Energiequelle in Afrika konventionelle Biomasse, die zumeist zum Kochen benutzt wird. Darüber hinaus werden hauptsächlich fossile Energieträger verbrannt, um Strom zu erzeugen. Zwar ist die Nutzung erneuerbarer Energien in den letzten Jahren laut IASS erheblich gestiegen, „allerdings von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau ausgehend“. Es ist also sowohl für die freie und selbstbestimmte Entwicklung der Menschen vor Ort, als auch für eine klimaschonende Energiestruktur wichtig, den Aufbau eines nachhaltigen Versorgungssystems zu stärken. Zu diesem Zweck kooperiert die Fosera Solarsystems, ein in Ulm ansässiger Entwickler und Produzent von Solarsystemen, mit der Vitalite Zambia, die sich um Verkauf und Kundenbetreuung vor Ort kümmert.

Der Zugang zu Energie ist in Afrika oft begrenzt. Das ist insbesondere an Schulen ein Problem.

Sonnenenergie statt Kerosin!

In Sambia hat die Kooperation bereits 60.000 kerosinbetriebe Beleuchtungssysteme durch Solarlampen ersetzt und somit geholfen, ca. 220.000 Tonnen CO2 zu vermeiden. Privathaushalte sparen dadurch ca. 15 USD im Monat, bei einem monatlichen Durchschnittseinkommen von wenigen Hundert USD, ein relevanter Betrag. Die Solarsysteme können in Raten über einen Zeitraum von zwei Jahren finanziert werden.

Versorgung von Schulen

Durch die DGNB Spende konnten im Luangwa District im östlichen Sambia ein Gymnasium und drei Grundschulen mit jeweils einem Solarsystem sowie einem angeschlossenen Computer und großem Bildschirm ausgestattet werden. Neben der Benutzung des Computers versorgt das Solarsystem auch den restlichen Schulbetrieb inklusive der Beleuchtungsanlage. Konnte Unterricht früher nur bei ausreichendem Tageslicht durchgeführt werden, so ist die Schule mittlerweile unabhängig von Wetter, Lichtsituation etc. und kann die Kinder überdies im Umgang mit Computern schulen.

Die Übergabezeremonie der Solarsysteme fand unter freiem Himmel statt.

Die Kooperation zwischen Fosera und Vitalite gewann 2019 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis im Bereich Unternehmenspartnerschaften, bei dem die DGNB als Partner hinter der Kategorie Architektur steht.

Während der Übergabe gab es auch ein Unterhaltungsprogramm mit Musikeinlage …

Das nächste Projekt kann kommen

Die DGNB ist stolz auf ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit – auch abseits des Architektur- und Bausektors! Welches Projekt die Stuttgarter Geschäftsstelle als Nächstes unterstützt, steht noch nicht fest. Es wird jedoch – ob daheim im Ländle oder auf anderen Kontinenten – eine wichtige Ergänzung zum Tagesgeschäft bleiben. Bis dahin unterstützt die DGNB weiterhin ihr Patenkind Herbert, eine Kinderpatenschaft, die zusammen mit dem Hilfswerk World Vision entstand.

Eins noch …

Ach so, eins noch! Der DGNB Mitarbeiter, der diese Zeilen schrieb, war selbst Läufer beim Hand in Hand Spendenlauf und kann (nach einer äußerst durchschnittlichen Laufleistung) mit voller Überzeugung sagen: Es macht großen Spaß, mit Tausenden Menschen für eine gute Sache zu laufen, egal wie sehr danach die Waden schmerzen!

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von

Witold Buenger

Witold Buenger arbeitet bei der DGNB im Marketing und ist Projektleiter Produktkommunikation. Themen und Leistungen ansprechend und zielgruppengerecht aufzubereiten, auch Sonderthemen unterhaltsam und verständlich darzustellen, ist dabei ein Schlüssel zum erfolgreichen Arbeiten. Er studierte Medien- und Musikwissenschaft und arbeitete nach seinem Verlagsvolontariat in verschiedenen Unternehmen und Redaktionen.

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