DGNB Sustainability Challenge, DGNB Tag der Nachhaltigkeit, World Green Building Week
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Together we #ActOnClimate: World Green Building Week 2020

Auftakt World Green Building Week 2020

#ActOnClimate, so lautete das Motto der diesjährigen World Green Building Week, die traditionell Ende September stattfindet. Ein Aufruf, sich jetzt aktiv für eine nachhaltige gebaute Umwelt und klimapositive Gebäude einzusetzen. Der DGNB Tag der Nachhaltigkeit markierte dieses Jahr den Auftakt zur Aktionswoche in Deutschland. Ein Blick zurück auf einen Tag vollgepackt mit Impulsen und viel Raum zum Austausch.

Es war die erste größere Veranstaltung des DGNB Netzwerks seit Langem. Vertreter aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienbranche waren mit dabei. Das Programm ebenso vielfältig wie die Perspektiven der Teilnehmer. Wie wertvoll der Blick und der Austausch über den Tellerrand der eigenen Branchennische hinaus sein kann, belegte einmal mehr die DGNB Sustainability Challenge.

Die Gewinner der DGNB Sustainability Challenge: von All-in-one-Klimaleuchten bis zirkulärem Bauen

Das Finale der Challenge fand hybrid statt: live vor Ort in Stuttgart und digital im Stream. 75 Minuten konzentrierte Impulse zu Innovationen, die den Sektor nach vorne bringen. In wenigen Minuten stellten die Finalisten in drei Kategorien ihre Ansätze für mehr Nachhaltigkeit im Bauen dem Publikum vor. Neun spannende, ganz unterschiedliche Ideen, die inspirieren, Bestehendes öfter zu hinterfragen und auch selbst aktiv nach neuen Wegen für mehr Nachhaltigkeit zu suchen.

War das Stimmungsbild während des Events in den drei Kategorien Start-up, Innovation und Forschung jeweils recht ausgeglichen, konnte bei der digitalen Abstimmung vorab das Jungunternehmen Energie PLUS Concept bei den Start-ups am meisten überzeugen. Sie wollen Partner sein für Stadtwerke oder auch Kommunen, die mit ihren Quartieren den Weg hin zu erneuerbaren Energien gehen wollen. Ihr Erfolgrezept: Kalte Nahwärme.

In der Kategorie Innovation setzte sich interpanel mit ihrer All-in-one-Klimaleuchte durch. Ein multifunktional und modular vorgefertigtes Element, für alle wesentlichen raumklimatischen Bedürfnisse.

Und in der Kategorie Forschung wurde das Projekt RE4 prämiert – ein internationales Projekt, das auf zirkuläres Bauen setzt.

Alle Finalisten und ihre Ideen sowie auch den Gewinner des studentischen Sonderpreises re.create finden Sie auch noch einmal hier.

Schluss mit „Schwarzer Peter“

Den Blick aus einer ganz anderen, branchenfremden Perspektive gab Autor und Student David Nelles. Gemeinsam mit seinem Mitautor Christian Serrer gelang es ihm, in dem Buch „Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel“  den Klimawandel knapp, faktenbasiert und gleichzeitig vor allem verständlich zu erklären.

Autor David Nelles beantwortet im Anschluss an seinen Impulsvortrag Fragen.

Autor David Nelles beantwortet im Anschluss an seinen Impulsvortrag Fragen.

Grundlage für diesen Erfolg war auch hier: Austausch, Dialog und Zusammenarbeit. Denn neben der umfangreichen Lektüre wissenschaftlicher Literatur tauschten die beiden Studenten sich mit mehr als 100 Wissenschaftlern aus. Was er dem Publikum mitgibt, ist der Aufruf: Wir müssen aufhören uns gegenseitig den ‚Schwarzen Peter‘ zuzuschieben. „Klimaschutz kann nur effektiv sein, wenn wirklich alle mitmachen.“ Ihr nächster Schritt: ein Buch, das Lösungen zeigt, wie man das Problem in den Griff bekommen kann.

Gebaute Beispiele, wie es geht

Dass es gerade in der Baubranche bereits so viele bzw. gute Lösungen gibt, dass wir schon jetzt in der Lage sind klimapositive Gebäude zu realisieren, zeigten im Anschluss frisch DGNB zertifizierte Projekte unterschiedlichster Art – Projekte, die inspirieren und zeigen, dass Klimaneutralität keine Zukunftsmusik und Nachhaltigkeit mit Bestnoten machbar ist.

Initiative für mehr Nachhaltigkeit in Kommunen

Vertreter von drei der elf ersten Städte waren vor Ort und sprachen bei der Auftaktveranstaltung zur World Green Building Week 2020 mit DGNB Vorstand Christine Lemaitre über die Initiative.

Vertreter von drei der elf ersten Städte waren vor Ort und sprachen mit DGNB Vorstand Christine Lemaitre über die Initiative.

Um eben solche Lösungen auch auf kommunaler Ebene zu entwickeln und zu etablieren, bildete den Abschluss der Veranstaltung ein Startschuss – genauer: den Start unserer neuen Initiative „Klimapositive Städte und Gemeinden“. Es ist eine Initiative, in deren Kern eben gerade der gemeinsame Wissensaustausch steht. Eine Initiative für gelebte Nachhaltigkeit, konkreten Klimaschutz und mehr Lebensqualität in Kommunen. Elf Städte sind bereits dabei.

Warum es sich lohnt, mitzumachen: Für Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts der Stadt Karlsruhe, ist hier die gegenseitige Unterstützung beim Durchhalten, wenn es um die Umsetzung notwendiger Maßnahmen geht, ein ganz wichtiger Punkt. Und Michael Nyveld, Erster Stadtrat, Fachbereich Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt der Stadt Buxtehude, betont, wie wichtig es ist, nicht nur übereinander zu lesen, sondern sich aktiv auszutauschen und voneinander zu lernen.

Alle Kommunen, die sich ebenfalls aktiv für Nachhaltigkeit einsetzen wollen und motiviert sind, gemeinsam Lösungen zu finden, sind herzlich eingeladen mitzumachen. Mehr Infos zur Initiative finden Sie hier.

Nachhaltigkeit braucht Dialog

Bis in den Abend reichten schließlich die Gespräche und Diskussionen. Es zeigt, wie groß das Bedürfnis nach Austausch rund um die Themen der Nachhaltigkeit sind. Eben dieser angeregte Dialog ist es, der uns Lösungen näher bringt. Ihn wollen und müssen wir auch gerade als DGNB Netzwerk aufrechterhalten und erweitern. Together we #ActOnClimate.

  • Das erste Treffen des Netzwerks seit langem brachte Mitglieder aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienbranche zusammen.
    Ein Tag ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: Am 21. September fand nicht nur der DGNB Tag der Nachhaltigkeit statt...

Für alle, die nicht bei der Veranstaltung dabei sein konnten, gibt es hier den Livestream als Video. Wer mehr über das DGNB Netzwerk und die Mitgliedschaft erfahren möchte, findet alle Infos hier.

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